Donnerstag, 3. November 2016

Rezension "Tausend Nächte aus Sand und Feuer"

Emily Kate Johnston – Tausend Nächte aus Sand und Feuer

Erscheinungsdatum: 24. Mai 2016
Format: Gebundene Ausgabe
Verlag: cbt Verlag
Seiten : 368
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3570164068

Klappentext/Inhaltsangabe:
Lo-Melkhinn hat schon dreihundert Mädchen auf dem Gewissen, bevor er in ihr Dorf kommt, um sich eine neue Braut zu suchen. Als sie die Staubwolke am Horizont sieht, weiß sie, dass er das hübscheste Mädchen im Dorf mitnehmen wird: ihre Schwester. Aber das wird sie nicht zulassen. Stattdessen kehrt sie selbst mit dem geheimnisvollen Wüstenherrscher in seinen Palast zurück. Der Tod scheint ihr sicher, doch am nächsten Morgen ist sie immer noch am Leben. Von nun an erzählt sie Lo-Melkhinn jede Nacht eine neue Geschichte und jeden Morgen erwacht sie mit einem magischen Funken in sich, der von Tag zu Tag mächtiger wird ...

Meine Meinung:
Das Buch beginnt in einem kleinen Wüstendorf, indem die Protagonistin mit ihrer Familie lebt. Sie hat Angst davor, dass der bekannte König Lo-Melkhinn ihr Dorf besucht um sich das nächste schönste Mädchen auszusuchen. Dies wäre ihre Schwester. Lo-Melkhinns Frauen leben nicht lange. Die Protagonistin schafft es, dass sie anstelle ihrer Schwester ausgewählt und mit in das königliche Ksar genommen wird. Sie weiß durch die Geschichten, dass sie nicht lange leben wird. Aber sie denkt sich, lieber solle sie sterben, anstatt ihrer schönen Schwester.

Ich hatte eine wunderschöne Liebesgeschichte aus dem Orient erwartet. Doch leider wurde ich enttäuscht. Die Geschichte ist zwar märchenhaft, aber leider keine Liebesgeschichte.
Das Buch wird aus der Sicht der Protagonistin erzählt. Leider hat diese keinen Namen. Es wird immer geschrieben "Die Mutter meiner Schwester; Der Vater des Vaters meines Vaters" etc. Das war für mich ein Minuspunkt. Die Geschichte war sehr ausgeschmückt und detailreich. Eigentlich stört mich sowas nicht, aber hier wurden viele Sachen wiederholt und andere blieben auf der Strecke.
An manchen Punkten wurde es spannend, aber dann flachte es wieder ab und zog sich. Ich konnte absolut keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, da mir die Emotionen gefehlt haben.

Was mir aber wieder rum gefallen hat, war das Cover und das ich auch ein paar Einblicke in die Bräuche und Rituale erhalten habe. Die Detailverliebtheit bei der Beschreibung der Gewänder hat mir gut gefallen.

Fazit:
Ich hatte mir wesentlich mehr unter dem Buch vorgestellt. Die Autorin konnte mich leider nicht in ihren Bann ziehen. Leser, die einen sehr ausführlichen Schreibstil mögen und denen es nicht stört, dass die Protagonistin und fast alle anderen namenlos sind, könnten Gefallen an diesem Buch haben.

2,5 von 5 Büchern

Anmerkung: "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" wurde mir vom cbt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank ! 


Kommentare:

  1. Oh Gott! Das klingt ja grauenhaft! Keinen Namen? Wie soll man da groß eine bindung aufbauen? Zudem klingt das total nach Zorn und Morgenröte nur ohne Liebe. Ich weiß nicht, ob du es schon gelesen hast, aber dann lies es. Eine ganz tolle Orient-Liebesgeschichte!

    Liebe Grüße

    Jana von Thousandlifes
    http://thousandlifes.blogspot.de

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    1. Ja, dass hab ich mich auch gefragt. Dass das Buch nach "Zorn und Morgenröte" ich schon bei Amazon Rezis gelesen.
      Ich hab es noch nicht gelesen, aber steht noch auf meiner Wunschliste ;)

      Liebe Grüße :)

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    2. Also: das hier ist ein märchen! Ein wachechtes und keine Märchenadaption und da gibt bekanntlich auch super selten namen. Das muss ich einfach mal so sagen und ich finde es so super traurig, dass dieses Buch dauernd so schlecht wegkommt :(

      Mir hat es nämlich wahnsinnig gut gefallen! Und ich habe auch Zorn und morgenröte gelesen bzw. Gehört und das ist ebenso klasse, aber von seiner Art her ganz ganz anders. Beides der gleich stoff, aber anders umgesetzt und dann wiederum ein typischer Jugendroman und kein Märchen! ;)

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  2. Huhu,
    mir ging es wie dir. Die fehlenden Namen und die dadurch komplizierte Schreibweise mit den vielen Wiederholungen von Schwester, Mutter, Mutter, Schwester, haben mich extrem gestört.
    Schade eigentlich, da die Grundidee mir gefallen hat.
    Viele Grüße
    Anja

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    1. Huhu,
      Ja, die ganzen Wiederholungen haben mich auch gestört und die Schreibweise. Ansich war die Grundidee ja auch gut gedacht nur die Umsetzung ist irgendwie etwas missglückt.

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  3. Hey,

    das Buch ist mittlerweile auch schon von meiner Wuli gewandert, da es doch viele negative Stimmen dazu gibt.
    Ich bin übrigens über die Zeilenspringer Aktion über deinen Blog gestolpert und gleich mal als Leser geblieben :-)
    Würde mich freuen, wenn du auch bei mir vorbeischauen würdest.
    http://hoernchensbuechernest.blogspot.de/

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Hörnchen :D Ich mag das Wort "Hörnchen" :)

      Ich hatte mir auch mehr versprochen von dem Buch :( Aber ich werde es demnächst mal mit "Zorn und Morgenröte" versuchen, dass soll ja gut sein ;)
      Uii, danke das du als Leser bleibst :) Ich schau gerne mal bei dir vorbei ;)

      Liebe Grüße
      Sabrina

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    2. :-D Ich mag das Wort komischerweise auch.
      Zorn und Morgenröte mochte ich sehr gerne. Probier es auf jeden Fall mal damit :-)

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