Samstag, 28. Januar 2017

Rezension "Alles, was ich sehe"

Marci Lyn Curtis – Alles, was ich sehe

Erscheinungsdatum: 18.März 2016
Format: Gebundene Ausgabe
Verlag: Königskinder Verlag
Seiten: 432
Preis: 18,99 €

Klappentext/Inhaltsangabe:
Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt. Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.


Meine Meinung:
Maggie ist blind. Durch eine schwere Hirnhautentzündung ist sie von einem auf den anderen Tag erblindet und musste ihr größtes Hobby, das Fußballspielen aufgeben. Maggie schottet sich komplett ab und erledigt nur das nötigste. Auf ihrer neuen Schule strengt sie sich kaum an und will das alles wieder so ist wie früher. Doch wie durch ein Wunder kann Maggie nach einem Sturz plötzlich wieder sehen. Zwar nur einen kleinen Ausschnitt ihrer Umgebung und auch nur wen der zehnjährige Ben in der Nähe ist, aber besser als gar nichts. Ben ist die erste Person die Maggie nach ihrem Sturz sieht. Er ist zehn Jahre alt, altklug, verdammt neugierig und wissbegierig. Ben sieht Maggie direkt als seine neue Freundin und nimmt sie mit zum Familienessen. Dabei lernt sie seinen Bruder kennen ohne sofort zu wissen, dass er der Sänger ihrer Lieblingsband ist. Mason vermutet, dass Maggie ihre Blindheit nur vorspielt um an ihn ranzukommen. Ein typisches Fan Girl eben. Doch Maggie mag nicht nur Mason sondern auch Ben ist ihr wichtig. Durch ihn fühlt sie sich wieder wie in ihrem alten Leben. Doch irgendwann erfährt man, wieso Maggie Ben sehen kann...ab da kann man seine Tränen vermutlich nicht mehr zurückhalten.
Mir haben in diesem Buch alle Charaktere sehr gut gefallen. Selbst der quatschende Wasserfall Clarissa, Maggies blinde Schulkameradin. Zudem liebe ich Maggies Sarkasmus und Ironie. Ich musste oft genug lachen. Mason machte am Anfang zwar einen nicht so netten Eindruck, aber irgendwie kann man ihn auch verstehen. Er ist Leadsänger einer Band, umworben von Fansgirls und denkt natürlich das schlechte und möchte seinen kleinen Bruder beschützen. Aber im Laufe der Geschichte versteht man warum. Die Geschichte handelt zwar hauptsächlich über Maggies Blindheit aber es ist kein Buch das dies nur beschreibt, sondern es geht viel mehr um das miteinander zwischen Blinde und Sehende bzw. Andersartige Menschen. Man merkt, dass jeder sein eigenes Päckchen zutragen hat, die teils auch schwer sind.
Bei diesem Buch fiebert man direkt mit, weil man wissen möchte, warum Maggie in Bens Nähe sehen kann. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen. Eine Situation die mir nicht so häufig passiert. Aber bei "Alles, was ich sehe" ging es nicht anders.
Fazit:
Eine klare Empfehlung ! Ein wundervolles Buch mit Witz, Romantik, Drama und jede Menge Sarkasmus.

5 von 5 Büchern



Anmerkung: "Alles, was ich sehe" wurde mir vom Königkinder Verlag (Carlsen Verlag) als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank !

Coverfoto: www.carlsen.de 

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