Mittwoch, 1. März 2017

Rezension "Hier muss du glücklich sein"

Lisa Heathfield – Hier musst du glücklich sein

Erscheinungsdatum: 22. Dezember 2016
Format: Gebundene Ausgabe
Verlag: CarlsenVerlag
Seiten: 320
Preis: 16,99 €

Klappentext/Inhaltsangabe:
Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten …


Meine Meinung:
Pearl lebt abgeschottet in Saat. Eine kleine Gemeinschaft in der Natur. An sich nicht schlimm. Aber es handelt sich um eine Sekte. Die Regeln stellt der Anführer Papa S auf. Keine technischen Geräte, keine medizinische Versorgung, keine Schule für die Kinder. Papa S wählt sich des öfteren eine "Gefährtin" aus, die eine gewisse Zeit an seiner Seite lebt und das Bett mit ihm teilen "darf". Die ganze Gemeinschaft arbeitet auf dem Feld, bei den Tieren oder an Motoren. Es werden Röcke und Obst auf dem Markt an die Menschen der "Draußenwelt" verkauft. Pearl liebt ihr Leben. Aber sie möchte seit langer Zeit wissen, wer eigentlich ihre Mutter ist. Die Mütter bekommen nach der Geburt ihre Kinder abgenommen und es wird gesagt, die Mutter sei die Natur. Die Kinder werden von der gesamten Gemeinschaft aufgezogen. Pearl ist nicht die Rebellin die direkt mit dem Kopf durch die Wand geht, sondern sie überlegt sich ihre Aktionen zweimal. Auf der einen Seite will sie Dinge wissen, warum sie in Saat so sind wie sie sind, auf der anderen Seite mag sie diese Art zu leben und verehrt Papa S und möchte ihn nicht verärgern.
Im Laufe der Geschichte tauchen Ellis, Linda und Sophie auf. Eine Familie aus der Außenwelt. Als Ellis Pearl und den anderen Dinge aus der "normalen" Welt erzählt, wird ihm kein Glauben geschenkt. Alle denken, dass er Blödsinn erzählt, da Papa S etwas anderes behauptet.
Es gibt einige Szenen die ziemlich krass sind. Man merkt, dass es in Saat nicht unbedingt mit Rechten Dingen zugeht und Papa S gute Arbeit geleistet hat, die anderen zu manipulieren das sie ihn "vergöttern" und alles glauben.
Die Geschichte lässt viel Interpretationsspielraum. Das Ende hat mich doch überrascht und schockiert.

Fazit
Mir hat die Geschichte gut gefallen. Es behandelt ein Thema, was eigentlich oft totgeschwiegen wird. Es war mein erstes Buch in diese Richtung. Ich würde mir einen zweiten Teil wünschen.

5 von 5 Büchern



Anmerkung: "Hier musst du glücklich sein" wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an den Carlsen Verlag!

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