Sonntag, 28. Juni 2020

#rettemich



Der Bodyguard


#rettemich


Ich glaube jeder von uns war schon mal in der Situation, wo wir uns
einen Bodyguard gewünscht hätten oder ? Vielleicht hatte jemand
auch das Glück dass sich ein “Bodyguard” sich in einer brenzligen
Situation vor einen gestellt hat ? Oder man war vielleicht selbst
schon einmal ein “Bodyguard” ? 


In meinem Leben gab es schon öfters die Situation, dass ich mir
jemanden gewünscht hätte, der mich beschützt. Der vielleicht
wirklich den ganzen Tag bei mir ist und auf mich aufpasst. 
Aber eine Sache ist mir besonders im Gedächtnis geblieben, wo ich
wirklich Angst hatte. 



Ich habe mit 19 Jahre meine Ausbildung  zur Gärtnerin im
Garten und Landschaftsbau begonnen. Ein eigentlich toller Beruf,
aber natürlich ein Knochenjob. Es ist nicht wie viele denke,
ein paar hübsche Blümchen pflanzen und ein bisschen Rasen mähen.
Nein, wir haben uns selbst immer mehr als
“Straßenbauer mit Pflanzen Kenntnissen” gesehen. Und ich glaube,
jeder kann sich unter Straßenbauer etwas vorstellen. Bei Wind
und Wetter draußen, schwere Maschinen, Wege erstellen, vielleicht
auch mal eine kleine Mauer bauen etc. Also jetzt nicht so der
Traumberuf von Mädchen. Demnach ist dieser Beruf auch eher
von Männern dominiert. 
In dem Betrieb wo ich angefangen habe, waren wir 5 Leute im
1.Lehrjahr, ich war das einzige Mädchen in dieser Runde. Es gab
noch ein Mädchen im 3.Lehrjahr und eine die schon ausgelernt war.
Auch in meiner Berufsschulklasse war ich das einzige Mädchen.
Natürlich waren dort am Anfang blöde Sprüche an der
Tagesordnung. Aber ich konnte mich behaupten und habe mich
dann mit allen in meiner Klasse super verstanden. 


An einem kalten Novembertag war ich auf einer Baustelle eingeteilt.
Alles wie immer eigentlich. Es war eine Langzeitbaustelle, ich war
auch die ganze Zeit immer mit eingeteilt, da es einfach sehr viel
zutun gab und für mich natürlich die unterschiedlichsten
Aufgaben zum lernen gab. 
Ich sollte mit einem älteren männlichen Kollegen eine Fuge zu einer
Garage zu betonieren. Klar, kein Problem. Wir erledigten diese
Aufgabe. Ich habe mich auch eigentlich gut mit diesem Kollegen
verstanden. Als wir fertig waren, meinte er, wir müssten uns das
Ergebnis mal von innen ansehen. Also gingen wir in die Garage,
machten sie auf und zu, alles gut das Tor schleifte nicht.
Er machte das Tor dennoch noch einmal zu und fasste mich an.
Er versuchte mich zu küssen, tatschte mir an Brust und Po. 
Ich konnte mich zum Glück wehren, in dem ich mich
rausgegewindet habe und bin gegangen. 

In dieser Situation hätte ich mir gewünscht, dass jemand mich
beschützt. Vielleicht das jemand das Tor aufgerissen hätte um
ihn zu ertappen. Auch damit man mir glaubt. Doch helfen musste
ich mir selber, und ich bin froh das nicht mehr passiert ist.

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Beim kommentieren werden ihre Daten (z.b. Name mit dem sie kommentieren) gespeichert. Mit versenden des Kommentares erklären sie sich damit einverstanden.
https://drakoniasbuecherwelt.blogspot.de/p/datenschutzerklarung.html